Foto: Cris Wiegandt, Could you survive the real

über Cris Wiegandt

Cris Wiegandts künstlerische Praxis begann mit der Arbeit an Stop-Motion-Filmen. Mittlerweile umfasst ihr Repertoire eine Vielzahl von Disziplinen wie 2D-, 3D- und Stop-Motion-Animation, Character Design und Illustration. Sie schöpft aus dem Reichtum der Kulturen, der Kreativität und der Fantasie. Als preisgekrönte Animationsregisseurin und -designerin entwickelt sie humorvolle und einzigartige Storylines und erschafft unter Anwendung von Mixed-Media vielfältige neue Welten. Ursprünglich aus São Paulo, Brasilien, lebt und arbeitet die Künstlerin heute in Berlin.

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Ist die Nutzung von Holz für die Papierherstellung angesichts des Klimawandels noch vertretbar? Ausgehend von dieser Frage entwickelt die Künstlerin Cris Wiegandt für die Papiermühle Alte Dombach eine Rauminstallation mit einem spekulativen Ansatz zum Thema Zellulose. In Form eines “Was wäre, wenn”-Szenarios entwirft sie einen Komposter, in dem mutierte Bakterien Plastik in neuartige Zellulose transformieren. Der interaktive Animationsfilm, der auch um Augmented Reality-Elemente erweitert ist, zeigt die Potenziale spekulativen Designs auf.

Vom Klimawandel bis zur Weltraumforschung bietet das Feld der “Material Ecology” neue Möglichkeiten, um von der Natur inspiriert auf aktuelle Problem- und Fragestellungen zu reagieren. Fast jede Biomasse kann demnach in Biomaterialien umgewandelt werden, die für eine Vielzahl von Zwecken verwendet werden können. Inspiriert von dem Bakterienstamm Pseudomonas, der Polyurethan-Plastik mittels hochspezifischer Enzyme angreifen und biologisch abbauen kann, spekuliert Cris Wiegandt über Lösungsansätze für zwei Probleme der Zukunft: Die Herausforderung der Rohstoffknappheit und die Umweltbelastung durch eine Überproduktion von Plastik.

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