über Cristina Tarquini

Die italienische Medienkünstlerin und Designerin Cristina Tarquini studierte Art Direction for Advertising am European Institute of Design in Mailand und Barcelona, und machte einen Master in Kommunikationsdesign am Central Saint Martins in London. Tarquini arbeitet als Creative Technologist und ist Expertin für visuelles Storytelling. Mit ihren Arbeiten schafft sie immersive Erlebnisse an der Schnittstelle von Digitalität und physischem Raum, Kunst und Technologie. Ihre Projekte wurden international ausgestellt, u.a. im Somerset House, London, auf der Ars Electronica, Linz, und in der Best of Google Design 2020 präsentiert.

Webseite von Cristina Tarquini

Für das Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop entwickelt die Künstlerin und Designerin Cristina Tarquini eine Video- und Soundinstallation, die in der Maschinenhalle des Schiffshebewerks präsentiert wird. Navigating through time thematisiert die infrastrukturellen Anpassungen von Wasserverkehrswegen und -transportmitteln in einer sich globalisierenden Welt. Tarquini greift für ihre Arbeit auf wissenschaftliche Datensätze zurück und übersetzt diese in fließende Bilder aus animierten Punktwolken.

Für ihre Videoinstallation im Schiffshebewerk verwendet Cristina Tarquini ausgewählte Datensätze zu globaler Containerschifffahrt und Gewässerforschung, um daraus eine audiovisuelle Erzählung zu entwickeln. Ihre Arbeit zeigt die Verbindung zwischen den großen Überseehäfen, thematisiert den Anstieg des Gütertransports auf den Ozeanen und visualisiert Datensätze der Bundesanstalt für Gewässerkunde, welche die Folgen von Extremwetterereignissen für Rhein und Rhein-Herne-Kanal erforschen. Logistische, wirtschaftliche und ökologische Themen werden so im Schiffshebewerk mit künstlerischen Mitteln erfahrbar.

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Für das Kraftwerk Ermen & Engels entwickelt Cristina Tarquini Shapeshifting Energy und erforscht damit die Folgen der menschenbedingten Erderwärmung insbesondere auf den Wasserkreislauf im regionalen und europäischen Kontext. Neben Gesundheit und Umwelt ist dadurch auch die Gewinnung regenerativer Energie aus Wasserkraft beeinträchtigt, eine Energieform, für die die Region heute vor allem durch die Aggertalsperre bekannt ist, die sich historisch aber auch in dem einst mit Wasser betriebenen Kraftwerk der ehemaligen Baumwollspinnerei wiederfindet.

Shapeshifting Energy verfügt als immersive Video- und Soundinstallation über eine interaktive Schnittstelle und regt damit verstärkt zum Mitmachen an. Im Turbinenkeller des Museums können individuelle Szenarien auf spielerische Weise simuliert und erlebt werden, etwa wie sich der Temperaturanstieg auf die Aggregatzustände von Wasser auswirkt. Zur Darstellung der Veränderungen, die mit dem aktiven Eingriff des Menschen in den Wasserkreislauf einhergehen, nutzt sie wissenschaftliche Datensets. Als Teil der immersiven Installation werden diese Daten mittels Point Cloud-Animation und -Grafiken in den historischen Raum des Museums projiziert.

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