über Johanna Reich

Johanna Reich (1977) studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, an der HfBK und absolvierte den Studiengang Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien, Köln. Sie wurde u.a. mit dem Förderpreis des Landes NRW für Medienkunst, dem Konrad von Soest Preis und dem Nam June Paik Award ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten wie der Sammlung Goetz München, im Tokyo Metropolitan Museum of Photography und der Jerry Speyer Collection, New York. Seit 2020 hat Johanna Reich eine Vertretungsprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München inne.

Webseite von Johanna Reich

Ausgehend von der Geschichte des Papiers stellt die Kölner Künstlerin Johanna Reich Spekulationen darüber an, wohin sich unsere Gesellschaft bewegt, wenn sich das Trägermedium für Schrift verändert. Was geschieht mit dem Gedächtnis unserer Kultur, wenn es im Zuge der Digitalisierung immaterieller wird? Diese kritische Reflexion über digitale Medien überführt sie in eine raumgreifende multimediale Installation, in der sich Besucher*innen immersiv zum künstlerischen Diskurs in Beziehung setzen können.

Als Teil der Gruppe FUTUR_fortschritt geht die Arbeit von Johanna Reich der Frage nach, ob in der Zukunft unsere Geschichtsschreibung in der Masse von Informationen versinken wird. Unsere Kultur ist tief in der Schrift verankert, Geschichtsschreibung und Vergangenheit beruhen darauf. Der Buchdruck hat nicht nur unser kulturelles Verständnis verändert, sondern auch unsere Gesellschaft geformt, Wissen generiert und aufgeklärt. Am Beispiel der Papiermühle Alte Dombach untersucht die Künstlerin die Aufgabe der Museen als wichtige zukünftige Instanzen, die auswählen, kategorisieren und ausloten, wie die Erinnerung unserer Kultur aussehen könnte.

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