über Parisa Karimi

Der Arbeit der Filmemacherin und Künstlerin Parisa Karimi geht stets eine ortspezifische Recherche entlang postkolonialer und machtkritischer Fragen voraus. Mittels interaktiver Interfaces, Projection Mapping und Sound schafft sie Erlebnisräume, die dokumentarische Elemente mit Fiktion und Animation verbinden.
Karimis Werke wurden auf internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet, u.a. dem European Mapping Festival/FR, LPM/I, VISIO/BR, dem European Short Film Festival MIT/USA sowie dem Environmental Arts Festival/IR. Zu ihren Einzelausstellungen gehören digging.connecting.becoming. (2020), x_topia (2019) und Kartographierte Impulse einer Bewegung (2016).


Webseite von Parisa Karimi

Für die Fassade des Herrenhauses der Textilfabrik Cromford entwirft Parisa Karimi ein immersives Projection Mapping. Die Medienkünstlerin und Regisseurin setzt sich darin kritisch mit dem Fortschrittsbegriff der industriellen Moderne auseinander und spürt den Folgen des ständigen Strebens nach Wachstum nach. Die ortspezifische Arbeit verwebt Archivmaterial, Versatzstücke erzählter Geschichte, fiktionale Elemente und Animationen zu einer multiperspektivischen Erzählung aus Bild und Ton.

Aus postkolonialer Perspektive nimmt Parisa Karimi auf die Geschichte des Standorts und auf die heutige Baumwoll- und Textilindustrie Bezug. Zusätzlich lädt sie Bewohner:innen von Ratingen ein, gemeinsam spekulative Erzählungen zu entwickeln. Ihre Projektion verwebt verschiedene Erzählstränge, die den Ort audiovisuell verwandeln: Darin ist das Hör- und Sichtbarwerden marginalisierter Stimmen und ihrer Geschichten genauso wichtig, wie die internationaler Aktivist:innen, die Deutungsmacht und Wohlstand des globalen Nordens infrage stellen.

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