Foto: Zorka Wollny, Concert for High Heels, fot. Adam T. Burton

über Zorka Wollny

Zorka Wollny, Concert for High Heels, fot. Adam T. Burton

Zorka Wollnys Arbeiten bewegen sich an der Grenze von Theater und bildender Kunst und sind eng mit der Geschichte und der Architektur der jeweiligen Orte verbunden. Durch den Einsatz von klassischen Instrumenten, Alltagsgegenständen und Gesang schafft Wollny immersive Soundlandschaften aus harmonischem Klang und ortsspezifischen Geräuschen. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Museum für Moderne Kunst in Warschau, im Nationalmuseum in Krakau, der Chicago Architecture Biennale, dem Steirischen Herbst, Hebbel am Ufer, CTM Festival und Savvy Contemporary präsentiert. Sie arbeitet als außerordentliche Professorin an der Kunstakademie Stettin.

Webseite von Zorka Wollny

Overtone Hive, TRAFO Center for Contemporary Art 2020, photo Andrzej Golc

Singing Machine

Zeche Hannover, Bochum

Zorka Wollny entwickelt für die Zeche Hannover eine Soundarbeit, bei der der Zuzug arbeitssuchender Menschen aus ganz Europa“ metaphorisch als „Energiefluss“ aufgegriffen wird. Die polnische Künstlerin beschäftigt sich mit den Einflüssen der europäischen Arbeitsmigration auf das Ruhrgebiet mit einem besonderen Fokus auf das polnisch-deutsche Leben in NRW. Der Malakowturm der Zeche Hannover wird zu einer raumgreifenden Klanginstallation, welche Stimmen aus verschiedenen Gemeinschaften in Bochum in ein körperlich spürbares Hörerlebnis umwandelt.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts zogen tausende Menschen aus verschiedenen Teilen Europas ins Ruhrgebiet und fanden Anstellung in der Schwerindustrie, zum Beispiel auf Zeche Hannover. Die damalige Belegschaft bestand zu großen Teilen aus polnischen, belgischen, französischen, italienischen, spanischen, griechischen, türkischen oder portugiesischen Arbeiter:innen. Die Künstlerin arbeitet mit Eingesessenen und Zugezogenen aus Bochum. Dabei beleuchtet sie kollektive Ängste und Visionen, die sich auf ökologische und wirtschaftliche Transformationsprozesse beziehen.

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