Gesenkschmiede Hendrichs

FUTUR_energie

In der Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Alle Maschinen sind am alten Platz. Noch heute werden im Museumsbetrieb Scherenrohlinge geschmiedet. Die Fabrik war Teil des über das ganze Stadtgebiet verteilten Produktionssystems der Solinger Schneidwarenindustrie. Industriearbeit, hochspezialisiertes Handwerk, Mechanisierung, soziale Verhältnisse, der Wandel der Antriebsenergie vom Wasser, über Dampf und Diesel zum Strom: Mehr als 3000 qm² Ausstellungsfläche warten darauf, entdeckt zu werden.

Festivalwoche 12. - 19.3.2022
Der Eintritt ist frei.

Es gilt 3G


Die temporäre Arbeit Maschinenklangwerk ist in der Festivalwoche Mo-Fr 10-22 Uhr, Sa und So 11-22 Uhr zu sehen.
Die Arbeit Novum lädt in der Festivalwoche und anschließend dauerhaft während der regulären Öffnungszeiten (Di-Fr 10-17 Uhr, Sa und So 11-18 Uhr) zur Entdeckungstour ein.

Nadine Kolodziey

Novum

Futur II | 29.01.2022

Die Künstlerin Nadine Kolodziey entwickelt für die Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen einen virtuellen Parcours mit fünf Augmented-Reality-Stationen und öffnet damit den Blick in eine parallele digitale Welt, die die Besuchenden interaktiv und individuell erforschen können. Ausgehend von einer realen Skulptur, die im zentralen Lichthof des Museums aufgestellt wird, erforscht die Arbeit die organische Zeitlichkeit im Digitalen und setzt sie in Bezug zur Gesenkschmiede als Ort der Vergangenheit und Industriegeschichte.

Beobachtungen in der Gesenkschmiede verarbeitet die Künstlerin in ein ortsspezifisches Formenrepertoire, das sich sowohl in der virtuellen als auch realen Welt manifestiert. Die Skulpturen agieren als eine Form von futuristischen Beobachtern, die den Blick der Besuchenden auf Vergangenheit und Zukunft gezielt erweitern und zu einem spielerischen Umgang mit digitalen und analogen Ebenen einladen. Im Zentrum der Arbeit für FUTUR 21 steht digitale Zeitlichkeit. Die realen und virtuellen Objekte verändern sich mit der Zeit und suggerieren Prozesshaftigkeit und Vergänglichkeit in einem immer wiederkehrenden Kreislauf. Im Zusammenspiel von digitaler und analoger Welt nimmt die Künstlerin Bezug auf die innovative Produktion der Gesenkschmiede, bei der aus zwei aufeinander prallenden Gesenkformen eine neue dritte Positivform entsteht.

Cologne Game Lab

Maschinenklangwerk

Futur III | 12.03.2022 - 19.03.2022

Studierende des Cologne Game Labs (CGL) der TH Köln transformieren die historische Gesenkschmiede Hendrichs in einen begehbaren interaktiven Erlebnisraum. Ausgehend von einem Game Jam, bei dem das Projekt im Wettbewerb mit anderen Teams konzipiert und von einer Jury zur Umsetzung ausgewählt wurde, wird dem Museum eine audiovisuelle Ebene hinzugefügt, die den Ort als Bühne menschlicher Interaktion inszeniert. Maschinenklangwerk fordert auf, aktiv den menschlichen Antrieb hinter industrieller Produktion und deren Energieverbrauch zu erforschen.

Im Rahmen der Themengruppe FUTUR_energie beleuchtet die audiovisuelle Arbeit Maschinenklangwerk die Beziehung zwischen dem Individuum, der Gruppe und ihrem Energieverbrauch. Mit Kopfhörern ausgestattet durchwandern Besucher:innen die Gesenkschmiede und erleben eine interaktive Klanglandschaft, die je nach Position im Raum und Anzahl der anwesenden Personen ihre Intensität und ihren Inhalt verändert. A2uf immersive Weise thematisiert die Arbeit die Energieauswirkungen von industriellen Prozessen und Konsumgütern und die Rolle des Menschen in diesem Netzwerk.

Das Projekt Maschinenklangwerk wird von den Studierenden Isabel Grünberg, Alex Nieradzik, David Wildemann und Raven Rusch umgesetzt.

Sound der Fabrik

Gesenkschmiede Hendrichs