Schiffshebewerk Henrichenburg

FUTUR_fortschritt

Das Schiffshebewerk Henrichenburg bildete bereits zum Zeitpunkt seines Baus einen Ort des Fortschritts. Die innovative Gleichgewichts-Technik zum Heben und Senken von Schiffen wurde hier 1899, zur Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals, erstmals erfolgreich ausprobiert. Das Museum liegt im Schleusenpark Waltrop, der nach wie vor ein logistisch wichtiger Knotenpunkt für den Gütertransport ist. Es stellt Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Binnenschifffahrt und zur Arbeitswelt der Beschäftigten in dieser Branche.

Kunsthochschule für Medien Köln

KUNSTHOCHSCHULE FÜR MEDIEN KÖLN

Futur III | 26.03.2022 - 02.04.2022

Studierende der 3D-Animation und der Dramaturgie der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln verwandeln die Fassade am Oberwasser des Schiffshebewerks Henrichenburg in einen Raum künstlerischer Spekulation und Reflexion. Die Front der beiden steinernen Türme und der Stahlfachwerk-Konstruktion des alten Hebewerks bildet die Fläche für eine gemeinsam entwickelte Projektion der Kunst- und Filmstudierenden, welche das Fortschrittsparadigma der industriellen Moderne kritisch unter die Lupe nimmt.

Einst ein politisches Prestigeprojekt des Deutschen Kaiserreichs und logistisch unverzichtbarer Knotenpunkt, stand das Schiffshebewerk für die wirtschaftliche Stärke und Zukunft Preußens, repräsentierte ökonomische und politische Macht. Die Kontrolle über logistische Netzwerke, ob für materielle Güter oder digitalen Datenverkehr, ist mehr denn je von immenser Bedeutung. Die Studierenden der KHM greifen den Konnex von Infrastruktur, Logistik und Macht auf und übersetzenihre künstlerischeAuseinandersetzung in ein immersives Projection Mapping. Im Laderaum des Museumsschiffes "Ostara" werden weitere Arbeiten der Studierenden zu sehen sein.