Tuchfabrik Müller

FUTUR_ressourcen

Jahrzehntelang produzierte die Tuchfabrik Müller schwere Wollstoffe, musste jedoch 1961 aufgrund internationaler Konkurrenz die Tore schließen. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist die vollständig erhaltene Fabrikwelt seit dem Jahr 2000 für ein breites Publikum zugänglich. Wo früher defekte Dinge aus Sparsamkeit repariert oder umgenutzt wurden, werden heute insbesondere in den kulturgeschichtlichen Sonderausstellungen des Museums Fragen nach einem ressourcenschonenden Konsumverhalten thematisiert.

Anna Natter
TriTrie Games

Innovy‘s Quest

Futur II | 22.01.2022

Das Kölner Micro-Indie-Entwicklerteam TriTrie Games entwickelt in Kooperation mit der ungarischen Designerin Anna Natter ein Augmented-Reality-Spiel für vier Industriemuseen: St.-Antony-Hütte in Oberhausen, Tuchfabrik Müller in Euskirchen, Zeche Nachtigall in Witten und Ziegelei Lage. Als immersives Erlebnis in vier Kapiteln verbindet das Spiel die analogen Orte mit digitalen Elementen und die Geschichte der Industriestätten mit Zukunftsfragen.

Das AR-Spiel lädt dazu ein, die Gelände der Museen mit einem neuen Blick zu erkunden und aktiv mitzuwirken an einer Vision künftiger Lebens- und Arbeitswelten. In digitalen Puzzles und Rätseln setzen sich die Spieler:innen mit den Orten und dem jeweiligen Themenschwerpunkt auseinander: Zukünftige Energieformen, Ressourcen und Materialforschung, Bauwesen sowie Gesellschaft und Stadtplanung.

Flightgraf

230 Millionen + 1

Futur III | 19.03.2022 - 26.03.2022
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FLIGHTGRAF verwandelt die Fassade der Tuchfabrik Müller in eine riesige Projektionsfläche. Der Titel des Projektes 230 Millionen + 1 bezieht sich auf die Anzahl neuer Kleidungsstücke, die jährlich aus Modegeschäften in Deutschland ungetragen entsorgt werden. Diese unglaubliche Zahl und ihre Folgen für Mensch, Ressourcen und Umwelt werden im Wechselspiel zwischen Architektur der Tuchfabrik, Klängen und Bildern zu einer bildgewaltigen Geschichte verwoben.

Von den Fäden der Webstühle ausgehend, beschreibt die sinnlich-abstrakte Animation von FLIGHTGRAF die Schönheit von Textilien und ihrer Herstellungsweise. Gleichzeitig entsteht ein bedrohliches Zukunftsszenario, in dem der Massenkonsum den Ressourcenverbrauch ins Unermessliche steigen lässt.

Die Tuchfabrik Müller führt den Diskurs zum Thema Konsumverhalten während FUTUR 21 in der Sonderausstellung „Must have“ weiter. Neben einem kritischen Blick auf die Geschichte des Konsums werden aktuelle Trends wie Sharing, Upcycling und Minimalismus vorgestellt.

230 Millionen +1 / Flightgraf

Tuchfabrik Müller