Zeche Nachtigall

FUTUR_ressourcen

Die Geschichte der Zeche Nachtigall ist eng verknüpft mit den vorhandenen Ressourcen und der damit verbundenen Wirtschaftlichkeit: Vor 300 Jahren ging es den Kohleflözen folgend waagerecht in den Berg hinein, später mit senkrechten Schächten in die Tiefe. Nach großen Wassereinbrüchen wurde die Zeche 1892 geschlossen. Ein Bauunternehmer kaufte das Gelände und errichtete eine Ziegelei, denn das Rohmaterial Schieferton war am Ort ausreichend vorhanden. Das Museum widmet sich heute dem Thema Rohstoffe, ihrer geologischen Entstehungsgeschichte, aber auch deren Endlichkeit.

Festivalwoche 19.3. – 26.3.2022
Öffnungszeiten: Fr. und Sa. 10 – 22 Uhr / So. bis Do. 10 – 20 Uhr
Der Eintritt ist frei. Für den Museumsbesuch gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).
Die temporäre Arbeit MOON BRICKS ist in der Festivalwoche zu sehen. Der AR-Parcours FOLLOW THE FUTURE ist dauerhaft während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen.

Shuttle-Service
Freitag, 25. März von 17-22 Uhr
im 30 Minuten-Takt auf der Runde
Witten Hauptbahnhof – Parkplatz Nachtigallstraße – Museum

Anita Augustin
Tim Berresheim
Tobias Raschbacher

Follow the future

Futur II | 20.03.2022

AR Parcours 2022

Ein story-basierter Augmented Reality-Parcours lädt zur interaktiven Entdeckungstour an vier Industriemuseen ein. In der St. Antony-Hütte in Oberhausen, der Tuchfabrik Müller in Euskirchen, der Zeche Nachtigall in Witten und der Ziegelei Lage können Besucher:innen sich auf spielerische Weise mit zukunftsweisenden Themen auseinandersetzen. Werden wir Häuser bald aus Pilzen züchten? Stellen wir unsere Kleidung in Zukunft aus Bakterien her? Warum träumen Wissenschafter:innen von Kraftwerken aus Algen? Können Ziegelsteine das Klima retten? Es geht um die Zukunft der Energiegewinnung, um außergewöhnliche Materialien aus dem Labor, nachhaltige Stadtplanung und Innovationen aus dem Bauwesen. Die Suche nach Antworten führt Besucher:innen durch die virtuell erweiterte Spielwelt, die analoge Orte mit digitalen Elementen und die Geschichte mit der Zukunft verbindet. Der AR-Parcours fordert dazu auf, die Gelände der Museen mit einem neuen Blick zu erkunden und aktiv über Visionen künftiger Lebens- und Arbeitswelten nachzudenken.

Eingebettet in ein fiktionales Hörstück der Dramaturgin Anita Augustin und unterstützt von virtuellen 3D-Grafiken des Designers Tobias Raschbacher streifen Besucher:innen in “Playspaces” über das Gelände, sammeln virtuelle Objekte oder lösen Aufgaben, und erleben die Industriemuseen audio-visuell neu. Angelehnt an diese Themenwelten zeigt der Aachener Künstler Tim Berresheim beeindruckende Augmented Reality-Skulpturen, die mit dem Mobilgerät in einem digitalen Ausstellungsraum frei erfahren werden können. Sie werfen einen künstlerischen Blick auf die Inhalte und eröffnen neue Assoziationsräume.

Ian Purnell

Moon Bricks

Futur III | 19.03.2022 - 26.03.2022

Multimediale Installation 2022

Für die multimediale Installation Moon Bricks verwandelt der Künstler Ian Purnell die Oberfläche des Ringofens der Zeche Nachtigall in eine immersive Mondlandschaft. Mit filmischen Mitteln greift er die aktuelle Forschung der Europäischen Weltraumorganisation ESA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf. Dort entwickeln Wissenschaftler:innen ein Verfahren, um Ziegelsteine aus Mondstaub herzustellen, welche als Baumaterial für zukünftige Mondstationen dienen sollen. Moon Bricks schlägt eine Brücke von der Geschichte der ehemaligen Zeche und Ziegelei hin zur Hochtechnologie für den Weltraum.

Das Interesse von Investor:innen, den erdnahen Himmelskörper als Transit- und Wirtschaftszone zu erschließen, wächst stetig – sei es als Basis auf dem Weg zum Mars oder als Ort der Rohstoffgewinnung durch sogenanntes Moon Mining. Die Suche nach dem Weg zum Mond wirft nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche und ökologische Fragen auf. Welche Mittel sollten für die Expansion in den Weltraum eingesetzt werden, wenn das Leben auf der Erde selbst in Gefahr ist?

Szenografie: Caspar Pichner
Kamera: Joanna Piechotta
Sound Design: Tim Gorinski