Futur II <=> Futur I
Zeche Zollern — FUTUR21

Zeche Zollern

FUTUR_fortschritt

Die Zeche Zollern in Dortmund gilt als die Ikone der Industriekultur. Sie war eines der ersten Denkmäler des Industriezeitalters. Mit seiner verspielten Architektur und komplett elektrisch betrieben, stand das Bergwerk für eine fortschrittliche Ressourcengewinnung und -nutzung. Einen krassen Gegensatz dazu bildeten die kräftezehrenden und gefährlichen Arbeitsbedingungen unter Tage. Heute fragt das Museum nach dem Leben und Wirken der Menschen, die lange im Mittelpunkt des fossilen Energiesystems standen.

Ryoichi Kurokawa

subassemblies

Futur I | 04.11.2021

FUTUR 21 eröffnet auf Zeche Zollern mit einer Performance des Künstlers Ryoichi Kurokawa, die sich an der Schnittstelle zwischen Konzertstück, audiovisueller Installation und Skulptur bewegt. Gemäldegleiche, digitale Abbilder von wuchernder Natur und verfallenden Gebäuden werden dekonstruiert und in neuen subassemblies (Bauteilgruppen) zusammengesetzt. Dabei entstehen poetische Bilder von Harmonie und Disharmonie, welche die Koexistenz von Mensch und Natur hinterfragen.

Kurokawa greift in der ortsspezifischen Bearbeitung seiner Konzert-Performance auch Bilder der Zeche Zollern und der Henrichshütte Hattingen auf. Die beiden monumentalen Stätten industriekulturellen Erbes weisen in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft: Wo einst die Industrie Natur verdrängte, wird heute über die neue Ausgestaltung und Funktion dieser Räume intensiv verhandelt.

Refrakt

Sacred Grounds

Futur II | 26.03.2022

Die sozialen, wirtschaftlichen und umweltpolitischen Folgen der Produktion von Medientechnologien sind in unserem Alltag meist unsichtbar und dennoch immens.
Verortet in der Zeche Zollern – einem historischen Ort der Rohstoffgewinnung und Energieerzeugung – bringt die Augmented-Reality-Installation von Refrakt die analogen Auswirkungen unseres digitalen Handelns in den Fokus und regt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit unserer Verhaltensweise an.

Fanden zu Beginn der Industrialisierung Rohstoffgewinnung und Produktion vor der eigenen Haustür statt, werden die Ressourcen für digitale Technik heute am anderen Ende der Welt in meist prekären Verhältnissen abgebaut. Jene Devices, die uns an die digitale Welt anschließen, gleichen immer mehr einer Black Box, deren Herstellung und Funktionsweise verschleiert werden, um eine magische technik-positivistische Aura aufrechtzuerhalten. Doch wird sich das eigene Smartphone nach einem Blick hinter die Kulissen der nach außen hin sauberen digitalen Welt noch genauso anfühlen?

Konferenz IC4 FUTURE

Zeche Zollern